Fachtrainerakademie

Meine Erfahrungen in der Fachtrainer-Akademie 2015

Wow! Ich bekomme ein Stipendium für die Fachtrainer-Ausbildung in der Fachtrainer-Akademie und kann von den Besten lernen! Mein Traum geht in Erfüllung! Ja, ich will ganz viel lernen und Menschen beim Lernen als Trainer begleiten!

Und nun stand ich endlich vor dem Gebäude in Wiesbaden, wo die Ausbildung stattfindet. An der Glastür hing das bekannte und bunte Flipchart der Akademie „Herzlich Willkommen“. Auf meinem Gesicht erschien in diesem Moment ein Lächeln und gleichzeitig Neid. Solche Flipcharts machen mich neidisch, weil ich selber nicht zeichnen kann. Oder glaube ich nur daran? Ja, das will ich auch hier lernen – beschloss ich ganz selbstbewusst! Der Wunsch ging dann in Erfüllung. Gut, ich muss ehrlich sagen, natürlich muss ich noch zu einem Meister wachsen, aber die Geheimnisse dieser Meisterschaft wurden uns als allererstes enthüllt. Nach dem Motto „Die Übung macht den Meister“ sollten wir an diesem Tag viel üben. Visualisierung was das Motto des ersten Tages.

By the way. Es war nicht schwierig den Raum im Gebäude zu finden. Von der Tür bis zum Raum lagen auf dem Fußboden kleine Füßchen und zeigten jedem, wo es lang geht. Vor dem Raum wartete auf uns unsere „Kleine Aufnahmeprüfung“, bei der wir uns als Teilnehmer schon mal beschnuppern konnten.

Nach der Runde „Duett der Gemeinsamkeiten“ sind wir recht schnell miteinander vertraut geworden. Ja, so fängt ein gutes Training an: einladende Musik, willkommene Atmosphäre, etwas aufregend, geheimnisvoll und vor allem weckt es viel Neugierde und Wissbegierde. Uns erwartete viel Abwechslung…

Tag 2

Neuer Tag – neue Trainerin – neues Thema – neue Herausforderung. Das Motto des Tages „Präsentieren lernen“. Ja klar, das ist doch ein wichtiges Element in jedem Training. Und das Minto-Prinzip für prägnante Präsentationen bleibt ohne Zweifel für immer im Gedächtnis. Gleichzeitig sind wir in die Welt der Lernpsychologie eingetaucht: Wie lernen Erwachsene? Welche Lerntypen gibt es? Welche Kompetenzen unterscheiden wir? Und vor allem – Wie wird das Lernen unterstützt?

Das Spannende war immer dabei, dass wir uns das Wissen und eine Lehr-Methode gleichzeitig angeeignet haben. Ist das nicht eine Kunst? Für mich war es stets ein Aha-Erlebnis. Wie kompakt, kurzweilig und nachhaltig werden hier die Inhalte vermittelt.
Hier ist das Gebot des Lernens, also was man in der Theorie über das Lernen lernt, erlebt man sofort in der Praxis. Und das alles erst unbemerkbar. Hut ab!

Tag 3 und 4

Jetzt widmeten wir uns Didaktik und Methodik der Erwachsenenbildung mit Sandra Masemann. Hier war ich besonders gespannt, da ich wusste, dass uns mit Sandra viele Überraschungen erwarten. Ich war nicht enttäuscht. Schon nach dem Eintreten des bekannten Raumes war sofort klar – es wird ein Fest des Lernens. Und so kam es: Kleine Bühne, Storrytelling mit Flaschen-Post, Lernlandschaften auf dem Fussboden und viel viel mehr. Das Motto war, wie oft bei Sandra – merkwürdig trainieren.

Mit Leichtigkeit wurden wir mit den wichtigen Instrumenten des Trainers aufgerüstet: von der Auftragsklärung über die Zielformulierung bis zur Trainingsplanung! Meine Begeisterung kann ich kaum in Worte fassen. Ich war abends wie eine ausgepresste Zitrone und doch konnte ich fliegen. Es hat so viel Spaß gemacht! Na klar, Sandra hat viel an dieser Trainings-Dramaturgie gearbeitet. Und das lernen wir in der Akademie auch tun zu können. Und das Können kommt vom Tun.

Die 3,5 Tage waren wie im Flugzeug. Mit einer Hausaufgabe ging es zurück nach Hause.
Das Postulat, welches jeder Trainer beherrschen soll, wird hier gelebt. Nur wenn man selber aktiv ist, lernt man. Und ich schließe mich Eva an, wir waren hervorragend gerüstet, diese Aufgabe zu bewältigen.

Lesya Zalenska

Lesya Zalenska

Lesya Zalenska, 35 Jahre alt, ist die zweite Gewinnerin des von andyamo vergebenen Stipendiums für die Fachtrainer-Akademie. Nach ihrem Studium der Erwachsenenbildung an der Universität Hannover arbeitet sie in der Personalentwicklung. Ihre Aufgaben erstrecken sich von der Entwicklung bis zur Organisation von Weiterbildungsmaßnahmen (von eintägigen Trainings bis mehrmonatigen Programmen). Sie lernt selber stets Neues und begleitet andere Menschen gerne beim Lernen. Sie blickt auf eigene Trainertätigkeit wie auch auf Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Trainern zurück. Mit der Ausbildung verspricht sich die Pädagogin, ihre Trainerkompetenz auszubauen, um den Herausforderungen dieses tollen Berufes im Alltag gerecht zu werden.

In der Freizeit kocht sie leidenschaftlich Ravioli und zahlreiche Desserts. Inspiriert wird sie durch die italienische Küche. Aber auch nach Italien fährt sie gern, wo sie insbesondere gute Weine schätzt.

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