Ich-Botschaft Kehrwoche

Ich-Botschaft: Die versäumte Kehrwoche

Sie wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit vier Parteien. In der Hausordnung steht, dass die Bewohner turnusgemäß alle zwei Wochen den Hausflur und die gemeinsamen Kellerräume säubern (meist fegen und wischen) sollten. Sie und die meisten anderen Hausbewohner halten sich daran; allerdings ist Ihnen aufgefallen, dass die vierte Partei, der alleinstehende Herr Jung, schon mehrfach die sogenannte „Kehrwoche“ nicht durchgeführt hat. Sie finden es nicht gerecht, dass die anderen seine Arbeit mittun und wollen das mit Herrn Jung besprechen.

Ich-Botschaft

Hallo Herr Jung, bitte entschuldigen Sie die Störung. Die Hausgemeinschaft hat mich gebeten, Sie anzusprechen. Hier im Haus ist es üblich, dass jeder Hausbewohner im Wechsel das Treppenhaus kehrt und nass wischt. Das bedeutet, dass jeder alle 8 Wochen einmal dafür zuständig ist. Uns ist aufgefallen, dass Sie dem nicht in dem Maße nachkommen, wie es sich alle anderen Hausbewohner wünschen. Das führt schnell zu Ärger und einem schlechtem Hausklima, was wir vermeiden möchten. Daher bitte ich Sie, die Kehrwoche in Zukunft einzuhalten oder die Reinigung anderweitig zu organisieren. Gerne können wir auch eine Putzfirma auf Ihre Kosten beauftragen. Was ist Ihnen lieber?

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Andreas Straub

Andreas Straub

Andreas Straub, Jahrgang 73, ist seit 1999 als Trainer tätig. Zuerst bei Process One als Outdoor- und Teamtrainer, später als Verantwortlicher für die Bereiche Moderation und Konfliktmanagement für Neuland & Partner. Darüber hinaus war er mehrere Jahre als Dozent für den Studiengang Soziale Kompetenz und als Trainer für Management Circle und Euroforum tätig. Seit 2004 ist er Geschäftsführer von andyamo.

Der gelernte Werkzeugmacher und diplomierte Sozialpädagoge, der vor seiner Trainer- und Beratertätigkeit schon in vielen Branchen in unterschiedlichen Führungspositionen gearbeitet hat, bezeichnet sich als umtriebigen Querdenker. Motto: „Von einem Dummen kann man nichts lernen –aber von einem Faulen“. In seiner Freizeit verbringt er so viel Zeit wie möglich mit seinen drei Söhnen. Auf Best Practice Training schreibt er vor allem zu den Themen Präsentation & Rhetorik, Moderation sowie Dialektik & Argumentation.

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