Bürohunde

Kollege Hund: Bürohunde gegen Stress und Burnout

Im Handelsblatt fand ich einen interessanten Artikel. Es ging um Bürohunde und deren Wirkung auf die Mitarbeiter. Hunde im Büro oder allgemein am Arbeitsplatz tragen zu einem besseren Arbeitsklima bei. Damit sind sie aktiv an der Prävention von Burnout und Stress beteiligt.

Mein persönlicher Bürohund heißt Jerry. Er verbringt seine Tage meist auf seinem „Arbeitsplatz“ vor dem Aktenschrank. Er schläft. Er schnarcht. Und wenn ich mich zu lange nicht um ihn gekümmert hab (und in seinen Augen mal eine Pause brauche), kommt er zu mir an den Schreibtisch und stupst mich an, um geknuddelt zu werden.

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Alternativ legt er sich unter meinen Stuhl – also so lange ich noch einen Stuhl hatte, aber das ist ein anderes Thema – und versucht mich irgendwie abzulenken. Das ist nicht so negativ, wie es klingt, denn er lenkt mich eher selten ab und wirklich nur dann, wenn ich tatsächlich sehr lange am Stück gearbeitet habe. Dann ist tatsächlich Zeit für eine Pause, etwas Entspannung und Bewegung – und natürlich für Streicheleinheiten.

Klar, nicht jeder Hund und nicht jeder Arbeitsplatz sind für einen tierischen Kollegen geeignet. Der Bundesverband Bürohund gibt auf seiner Seite klare Empfehlungen, welche Anforderungen an Mensch, Tierund Arbeitsplatz gestellt werden, damit Kollege Hund es gut hat. Dort gibt es auch eine lange Liste mit Vorteilen, die so ein Bürhohund dem Unternehmen, den Mitarbeitern und auch dem Hund bietet.

Mein Jerry jedenfalls hat mein Arbeitsklima hier deutlich verbessert. Ich gebe zu, ich rede mit ihm und erkläre ihm, an was ich gerade arbeite. Ich erkläre ihm, was gerade problemtisch ist – und oft hilft alleine das „in Worte fassen“ schon dabei, eine Lösung zu finden. Im Homeoffice und ganz ohne Kollegen ist so ein Hund eben auch Kollegenersatz. Ob Jerry auch geeignet wäre als Bürohund in einem größeren Büro? Keine Ahnung.

Ich kenne noch ein paar weitere Bürohunde. Das Sportartikelgeschäft im Nachbarort hat einen Ladenhund. Sehr niedlicher kleiner Kerl. Und das Reisebüro einer Freundin hat auch einen Bürohund. Haben auch Sie einen Bürohund? Oder eben einen Hund an Ihrem Arbeitsplatz? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht? Warum haben Sie einen Hund? Oder warum eben nicht? Erzählen Sie uns gerne von Ihrem tierischen Kollegen in den Kommentaren…

Bianka Bensch

Bianka Bensch

Bianka Bensch, 38 Jahre alt, ist derzeit vor allem mit dem Aufbau der andyamo- und Fachtrainer-Akademie-Kanäle im Social Web beschäftigt. Die leidenschaftliche Bloggerin schreibt unter anderem ein Erziehungsmagazin und einen privaten Blog. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten draussen in der Natur mit ihren drei Kindern und ihrem Hund. Auf Best Practice Training ist sie für die Redaktion und Koordination zuständig und schreibt zu allen Themen.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. nuuuuun,
    ich bin für jede therapeutische Maßnahme, die kurz vor der Klappse noch hilft – dazu gehört auch: Sprechen!!! mit dem Hund. Wer ohne seinen Hundebegleiter nicht arbeiten kann, auch gut, da soll’s so beschützende Werkstätten geben, kann sich ja ein gestörtes Wesen mal bewerben.
    Aber wenn ich in einem, mit Hundetherapie aufgewertetem Büro noch arbeiten sollte, dann würde ich das doch lieber ohne diese Therapiemaßnahme einer Kollegin tun – ich putz mir ja auch die Zähne zu Hause und nicht im Büro – – –

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    • Liebe Ursula,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Schade, dass du gleich persönlich beleidigend wirst. Weder glaube ich, dass ich kurz vor der Klappse stehe, noch gehöre ich zum Arbeiten in eine beschützende Werkstätte.

      Das Arbeiten mit einem Hund in einem Büro ist sicherlich nicht jedermanns und jederfraus Sache. Natürlich müssen solche Entscheidungen von allen Mitarbeitern getragen werden und es gehört sicher viel Abstimmung und Planung im Vorfeld dazu. Es bringt vermutlich nicht einfach jemand seinen Hund gegen den Willen der Kollegen mit und behauptet, das wäre prima und gut. Ich persönlich würde es zumindest nicht tun.
      Hunde (und andere Tiere) werden allerdings in sehr vielen Therapien eingesetzt, warum also nicht auch in der Burnout-Vorsorge und zum Stressabbau direkt vor Ort, wo Burnout und Stressbelastung entstehen? Ich persönlich halte mehr von Vorbeugung als von Behandlung, wenn es dann zu spät ist. Der gesamtwirtschaftliche Schaden durch Fehltage aufgrund von Burnout wird von Experten auf weit über 200 Millionen Euro geschätzt. Dazu kommen dann noch die Behandlungskosten der Betroffenen, die wir alle als Versicherte mittragen. Und das wird noch weiter steigen.
      Ganz ehrlich? Dann lieber mehr Hunde im Büro…

      Liebe Grüße,
      Bianka

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