LIMO-Technik

In Präsentationen oder Gesprächen haben sicher auch Sie häufig mit unangenehmen Fragen zu tun. Sei es in der Diskussionsrunde nach Ihrer erfolgreichen Präsentation, sei es im Kundengespräch oder bei einem sonstigen wichtigen Geschäftstermin. Unangenehme Fragen sind immer – nun ja, eben unangenehm. Mit Hilfe der LIMO-Technik gehen Sie auf diese Fragen in aller Ruhe ein und aus unangenehmen Fragen werden angenehmere Diskussionsbeiträge.

LIMO meint dabei nicht im Sinne dieser zumeist extrem zuckerhaltigen Flüssigkeit, dass Sie Ihrem Gesprächspartner Honig ums Maul schmieren sollen. Ebenso wenig meint LIMO im Sinne eines sehr langgestreckten Fahrzeugs, dass Sie Ihren Gesprächspartner lange hinhalten sollen – oder besser gleich in Ihr Auto springen und abhauen.
LIMO ist die Abkürzung für Loben – Interesse – Mangel – Offenheit.

Loben Sie die gestellte Frage
„Das ist eine sehr richtige Frage. Gut, dass Sie mich darauf ansprechen. Das ist sehr gut gesagt.“

Interesse für das Thema zeigen
„Ich habe auch schon überlegt. Ich beschäftige mich schon länger damit. Ich glaube, darüber sollten wir überhaupt mehr wissen.“

Mängel offen zugeben
„Natürlich ist nicht alles ideal. Sie sind da auf einen heiklen Punkt gestoßen. Hier kann tatsächlich manches verbessert werden.“

Offenheit für ein Gespräch zeigen
„Ich würde mich gerne einmal mit Ihnen darüber unterhalten. Sie haben sich da schon Gedanken gemacht – Ich habe auch einige Fragen. Vielleicht reden wir einfach einmal darüber.“

So vorbereitet hoffe ich, bereiten Ihnen die unangenehmen Fragen in Ihren nächsten Diskussionsrunden keine Bauchschmerzen mehr, sondern Sie können sie mit Hilfe der LIMO-Technik in gar nicht so unangenehme Beiträge verwandeln.

Ihr Andreas Straub

Fotocredit: Katharina Scherer / pixelio.de

Andreas Straub

Andreas Straub

Andreas Straub, Jahrgang 73, ist seit 1999 als Trainer tätig. Zuerst bei Process One als Outdoor- und Teamtrainer, später als Verantwortlicher für die Bereiche Moderation und Konfliktmanagement für Neuland & Partner. Darüber hinaus war er mehrere Jahre als Dozent für den Studiengang Soziale Kompetenz und als Trainer für Management Circle und Euroforum tätig. Seit 2004 ist er Geschäftsführer von andyamo.

Der gelernte Werkzeugmacher und diplomierte Sozialpädagoge, der vor seiner Trainer- und Beratertätigkeit schon in vielen Branchen in unterschiedlichen Führungspositionen gearbeitet hat, bezeichnet sich als umtriebigen Querdenker. Motto: „Von einem Dummen kann man nichts lernen –aber von einem Faulen“. In seiner Freizeit verbringt er so viel Zeit wie möglich mit seinen drei Söhnen. Auf Best Practice Training schreibt er vor allem zu den Themen Präsentation & Rhetorik, Moderation sowie Dialektik & Argumentation.

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