Überzeugen durch Anschaulichkeit und rhetorische Stilmittel

Reden ist Kino im Kopf. Formulieren Sie bildhaft und plastisch: Stimmige Bilder, Analogien und Metaphern sind am einfachsten zu verstehen und somit oft sehr überzeugend. Ein stimmiges Bild hat eine innere Logik und viele Assoziationen, sowohl für den Sprechenden als auch sein Gegenüber.

Rhetorische Stilmittel

Vier Stilmittel, mit denen es Ihnen gelingt, Farbe und Energie in Ihre Kommunikation zu bringen. Viele Stilmittel der klassischen Rhetorik sind längst nicht mehr zeitgemäß. Das Prinzip jedoch ist zeitlos: Durch rhetorische Mittel die Wirksamkeit und die Überzeugungskraft Ihrer Worte zu erhöhen. Die folgenden vier stilistischen Mittel sind dabei besonders hervorzuheben.

Metapher

Das Sprechen in Bildern gehört seit Menschen sprechen zu den wichtigsten sprachlichen Mitteln. Da der Zuhörer Bilder bekommt, kann er den Inhalt des Gesagten wesentlich besser aufnehmen und speichern – bildhafte Vergleiche gehören da auch dazu. Gerade weil sich Bilder und bildliche Vergleiche so stark einprägen und schnell Verbreitung finden, gehören regelmäßig solche sprachlichen Bilder zu den gekürten Unwörtern des Jahres (z.B. „Wohlstandsmüll“ für „Arbeitslose“ etc.).

Metonymie

Metonymie ist ein spezieller Fall der Metapher: Mit einem bildlichen Ausdruck werden Dinge oder Personen genannt, die über assoziative oder tatsächlich-organisatorische Verknüpfungen mit dem Bild verbunden sind. Bsp.: „Heute ist das ganze Haus zusammengekommen“ anstatt „alle Mitarbeiter“. Dass solche Bilder gut ankommen, beweist auch die Tatsache, dass solche Bilder in die Alltagssprache übergehen. Dazu noch ein Beispiel: „Gestern ging durch die Presse ….“ anstatt „Gestern war in den Zeitungen zu lesen…“

Hyperbel

Hyperbel ist eine phantasievolle Übertreibung, die wir ganz alltäglich verwenden, um dem Nachdruck zu verleihen, was wir sagen: „Ich hab´ dir tausendmal gesagt, dass du die Finger davon lassen sollst.“

In einer Gesprächssituation kann eine überspitzte Übertreibung einen Lacher provozieren oder eine Gesprächssituation entschärfen bzw. verschärfen.

Stilbruch

Insbesondere der Wechsel in einen Fachjargon hat ein humoristisches Potential.
Bsp.: „Herzlichen Glückwunsch zur Personenstandsänderung“ – anstelle: „… zur Hochzeit“ – … und schafft Interpretationsspielräume.

Andreas Straub

Andreas Straub

Andreas Straub, Jahrgang 73, ist seit 1999 als Trainer tätig. Zuerst bei Process One als Outdoor- und Teamtrainer, später als Verantwortlicher für die Bereiche Moderation und Konfliktmanagement für Neuland & Partner. Darüber hinaus war er mehrere Jahre als Dozent für den Studiengang Soziale Kompetenz und als Trainer für Management Circle und Euroforum tätig. Seit 2004 ist er Geschäftsführer von andyamo.

Der gelernte Werkzeugmacher und diplomierte Sozialpädagoge, der vor seiner Trainer- und Beratertätigkeit schon in vielen Branchen in unterschiedlichen Führungspositionen gearbeitet hat, bezeichnet sich als umtriebigen Querdenker. Motto: „Von einem Dummen kann man nichts lernen –aber von einem Faulen“. In seiner Freizeit verbringt er so viel Zeit wie möglich mit seinen drei Söhnen. Auf Best Practice Training schreibt er vor allem zu den Themen Präsentation & Rhetorik, Moderation sowie Dialektik & Argumentation.

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