Bessere Führung

Mit diesen drei Fragen können Sie besser führen

Besser führen will wohl jede Führungskraft. Es gibt sehr viele gute und sehr gute Führungskräfte-Programme, angefangen von eintägigen Workshops bis hin zu Führungskräfteentwicklungsprogrammen in Unternehmen. In diesem Vortrag auf TED Talk teilt Roselinde Torres aus ihren 25 Jahren Erfahrung mit Führungskräfteentwicklung drei einfache, aber entscheidende Fragen, die sich zukünftige Führungskräfte stellen müssen, um voran zu kommen.

TED Talk: What it takes to be a good leader

Grundeinstellung (- -)

Grundeinstellung „Ich bin nicht o.k. – Du bist nicht o.k.“

Die letztmögliche Grundeinstellung zu mir und anderen Menschen ist die Grundeinstellung (- -).

Grundeinstellung (- -)

Man nennt sie auch die Grundeinstellung der Sinnlosigkeit. Diese verzweifelte Grundeinstellung kommt in Stresssituationen zum Vorschein. Menschen können in diese Grundeinstellung abrutschen, wenn z.B. der überbewertete Partner sich abwendet oder der erfolgsgewohnte Helfer sein Versagen realisiert. Ist in allen Ich-Zuständen möglich, außer in der freien Kind-Haltung und im Erwachsenen-Ich.

Menschen, die diese am wenigsten wünschenswerte Grundposition über längere Zeit hinweg einnehmen, können ihrer Arbeit, dem Kontakt mit anderen und dem Leben überhaupt wenig Freude abgewinnen. Sowohl das eigene Selbstvertrauen als auch das Vertrauen in andere sind gestört. Diese Grundhaltung hängt oft mit einer Lebenskrise zusammen und Menschen in dieser Situation brauchen beratende, mitunter auch therapeutische Hilfe.

Hier finden Sie die weiteren Teile dieser Serie:

Grundeinstellung (- +)

Grundeinstellung „Ich bin nicht o.k. – Du bist o.k.“

In unserer Reihe mit Grundeinstellungen zu mir und anderen Menschen geht es heute um die Grundeinstellung (- +).

Grundeinstellung (- +)

Menschen in dieser Grundposition haben Minderwertigkeitsgefühle, traurige Stimmung, ziehen sich zurück oder klammern, richten sich nach Anderen, die darüber hinaus überbetont bewertet werden (meist aus der überangepassten Kind-Haltung heraus).

Führungskräfte dieser Gruppe glauben sich anderen gegenüber oft unterlegen. Sie handeln häufig aus dieser vermeintlichen Unterlegenheit heraus und richten aufkommende Aggressionen in erster Linie gegen sich selbst. Ihr Selbstwertgefühl ist nicht sonderlich ausgeprägt. Zwischenmenschliche Konflikte versuchen sie bestmöglich zu vermeiden. Um die Zuwendung der anderen nicht zu verlieren, sagen sie sehr oft „ja“, obwohl sie eigentlich “nein“ sagen wollten. Im Umgang mit Mitarbeitern sagen Führungskräfte mit einer (- +) Grundhaltung häufig: “Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie das nicht können…“oder: „Lassen Sie nur, ich mache das dann schon…“

Hier finden Sie die weiteren Teile dieser Serie:

Führung als kreativer Akt

Führung als kreativer Akt

Ist Führung, das Leben selbst ein Problem, welches wir lösen müssen?  

Es hat keinen Sinn, aufzuhören, solange man in der Lage ist, voran zu gehen. Man muss sich immer wieder neu erfinden, neue Richtungen einschlagen.

Robert Redford, 78

Die Nachrichten sind voll davon: Irgendwelche Unfälle, Taifune, Probleme, politische Verwicklungen, Probleme bei der Bahn, bei BER oder Air Berlin, neue Krankheiten etc. etc. Als ob es nichts anderes gäbe als das! Die vielen Milliarden positiver Leistungen, die unzähligen Innovationen und Hilfen, die Menschen Tag für Tag für andere und ihre Familien vollbringen, existieren in solchen Sendungen kaum. Absurd, dass irgendein tragischer Unfall soviel unserer Zeit dominiert! Merken Sie, welches verzerrte Bild der Wirklichkeit sich da zeigt? Es ist eine beliebte Realität, die uns als Opfer sieht. Ebenso unsere Filmwelt, in der Unfälle, Katastrophen und Straftaten dominieren.

Oder auf der anderen Seite die Werbung: Nehmen Sie dies oder das Mittel, damit das Problem nicht auftritt, am besten zweimal am Tag. An solcher Reklame ist nichts falsch. Für manche Anwendungen ist sie eine gute Idee. Werbung für eine Einbruchsicherung, gut. Für manchen sicher sinnvoll. Die Denkweise dahinter kann jedoch ein wirkliches Hindernis werden, wenn sie vorherrschend wird.

Der erste Ausgangspunkt einer solchen Sicht ist immer folgende Philosophie: Leben – und damit Führung – beinhaltet eine Menge Probleme, welche du lösen musst! Leben ist überhaupt ein Problem! Meine Frage ist da grundsätzlich: Wie sehen Sie Ihr eigenes? Als eine Serie von Pannen und Katastrophen, die Sie lösen müssen oder als einen kreativen Akt, bei dem Sie das erschaffen, was Sie möchten? Dies sieht zu Beginn ganz ähnlich aus, jedoch führt diese Veränderung unseres Blickwinkels allmählich zu einer gewaltigen Veränderung in der eigenen Haltung und den Ergebnissen. In der ersten versuchen Sie, permanent Probleme die anstehen, zu lösen. Sie reagieren auf Schmerz, auf Druck – so wie angeblich viele Menschen. Und Sie versuchen immer wieder schmerzfrei zu werden, wenn notwendig mit Pülverchen und Ratschlägen. Und dann lehnen Sie sich zurück und warten auf das nächste Problem. Schon dies signalisiert eine Haltung des Ertragenden, des Leidtragenden. Es ist jemand, der für sein Leben keine eigene Verantwortung übernehmen möchte.

In einer zweiten Sichtweise agieren Sie, machen Pläne und handeln, um zu Ihrem Ziel zu kommen. Auf diesem Wege lernen und verlernen Sie viel. Machen natürlich viele Fehler und packen Situationen immer wieder anders an. Es gibt tolle Zufälle und überraschende Schwierigkeiten. Und wenn Sie offen sind, dann lernen Sie eine Menge und jeder Tag wird ein Abenteuer! Sie haben zusehends den Eindruck, dass Sie alles weiterbringt, sogar Ihre Schwierigkeiten und eine unerklärliche Beschwingtheit macht sich allmählich breit! Nach und nach entwickeln sich Ihre Träume zu realen Projekten und Ergebnissen. Siehe da mit vielen Überraschungen! Allmählich wird Ihr Leben etwas, was Sie lieben und verliert zusehends den Charakter des Hamsterrades – immer ein Anzeichen für Unbewusstheit und Denkfallen. Und Sie haben Erfolg, mit vielen Zufällen und erstaunlichen Ereignissen! Selbst riesige Probleme zeigen sich im Nachhinein als Chance oder Situationen, aus denen Sie besonders viel gelernt haben! Die meisten Erfolgreichen sagen fast alle rückblickend etwa das Gleiche: „Ich hätte nie geglaubt, dass ich diesen Erfolg erreiche!“ (Wenn man es von der üblichen rationalen Denke aus sieht.)

Was ist der Unterschied? In der ersten Haltung definieren Sie sich als Opfer, als Gegenstand der sich verbraucht. Der herumgeschubst wird. Dessen Uhr unerbittlich abläuft, wie ein Kilometerzähler. Etwa wie eine Maschine, die irgendwann gestartet, immer wieder Probleme bekommt, um dann schließlich nutzlos abgestellt zu werden. „Ach, die Zeit geht so schnell rum!“ – immer ein Anzeichen von Unbewusstheit! Eine große Chance, etwas auszurichten, zu verändern haben Sie in solch einem Weltbild nicht. Sie sorgen einfach dafür, dass immer genügend Öl in der Maschine ist und Ersatzteile ausgetauscht werden, damit „es“ läuft. Spaßig? Lebendig?

In der zweiten Sicht haben Sie ein Anliegen. Wenn Sie Ihres zulassen, dann will irgendetwas da raus aus Ihnen. Wünsche, „verrückte“ Ideen, zunächst Unverstandenes. Manchmal setzt Sie das gewaltig unter Druck und Sie wissen nicht genau, was los ist und wo das hin will. Sie geben dem Raum, lassen auch sonderbare Wege zu. Nach und nach vertrauen Sie diesem inneren Druck und akzeptieren ihn allmählich als instinktive und intuitive Lenkung Ihres inneren Beobachters. Ihr Ziel wird allmählich Gewissheit. Und irgendwie gestaltet sich da nach einiger Zeit etwas, das Ihren Wünschen sehr nahe kommt, vielleicht auf ganz anderen Wegen als geplant… Sie finden Ihren ganz eigenen unverwechselbaren Stil, Ihr eigenes Produkt, Ihren ganz persönlichen Selbstausdruck, schaffen Ihren ganz persönlichen Erfolg. Viele bewundern Sie plötzlich, dabei haben Sie – von sich aus gesehen – eigentlich nichts Besonderes getan. Nur Ihren Ideen und Bedürfnissen nachgegangen, jedoch dies konsequent. Warum tut dies eigentlich nicht jeder?

Ein Bild ist dann fertig, wenn es gut ist!

Gerhard Richter, bekanntester und wohlhabender deutscher Maler zu seinen Bildern

Wer andererseits den Weg des Lösens von Problemen konsequent geht, bekommt irgendwann eine wichtige Lebenserfahrung geschenkt: Wir können alle lösen und doch haben wir nicht das erreicht, was wir wollten! So die Einsicht eines sehr „erfolgreichen“ Unternehmers, den ich kenne, der diese Erkenntnis mit 67 Jahren hatte! Er hatte die Firma übernommen, sie groß gemacht, viel Geld verdient – weil seine Eltern dies wollten – er jedoch „eigentlich“ nicht. Schließlich verkaufte er das Unternehmen und tat das mit seinem Geld, was er eigentlich damit vorhatte, endlich! Aber: Er hatte es nie geschafft, sich aus einer unglücklichen Beziehung zu lösen – wegen der Konventionen. Wir können alles wasserdicht, einbruchsicher, luftdicht machen, brav an unseren Beziehungen basteln, die Kids aufziehen und überwachen, unsere Lebensversicherung pünktlich bezahlen, nur wo ist das persönliche Wohlbefinden? Stellt es sich dann ein? Macht Sie das glücklich, fühlen Sie sich dann erfüllt?

Bei aller Kritik an unserer Zeit, an unserer Gesellschaft, an der Politik, die auch angemessen sein mag, die uns dabei hilft, Situationen immer wieder in Frage zu stellen und zu verbessern, sagt dies nichts über die gefühlte Qualität unseres Lebens aus. Unsere Lebensumstände haben sich – vor allem in den letzten 60 Jahren – erheblich verbessert, jedoch die allgemeine Zufriedenheit in Westdeutschland seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht! „Schließlich gibt uns unsere Gesellschaft einen Rahmen, in dem wir alles verwirklichen können, was uns wichtig ist,“ so Khadra Sufi, eine deutsche Moderatorin somalischer Herkunft. Komisch – offenbar haben dies viele noch nicht bemerkt!

Nein, ich bin nicht gegen Fortschritt und schon gar nicht gegen moderne Annehmlichkeiten – so es denn Fortschritte sind! Haben Sie sich mal überlegt, ob Sie gerne in einer Zeit – sagen wir vor 200 Jahren leben wollten, in der Zeit der napoleonischen Befreiungskriege, mit deren Möglichkeiten und Beschränkungen? Wie schön, herrlich, wunderbar und erstaunlich ist da doch ein Kühlschrank, aus dem ein kaltes Bier am Abend kommt – oder? Aber diese Untersuchungen zeigen auch, dass die Zufriedenheit nicht weiter wächst mit stetig steigendem Einkommen! Dazu gehört eine veränderte innere Haltung, dass Sie der Schöpfer und Gestalter Ihrer eigenen Wirklichkeit sind. Und diese Haltung schafft natürlich auch die Welt, in der Sie leben!

Was ist unsere Welt wirklich? Eine Maschine, ganz logisch, kühl und simpel wie ein Fahrrad, das Finanzamt, ein Automotor oder wirbelnde, unberechenbare  Energie wie das Wetter, die Börse, der Markt oder die Quantenphysik? Ganz einfach, die Welt ist da so nett, dass sie sich streng an Ihren Vorstellungen und natürlich auch Befürchtungen orientiert. Sie haben nicht nur die Freiheit zu wählen, was Sie sein oder tun wollen und welchen Job Sie machen, nein. Sie haben auch die Freiheit in der Welt zu leben, die Sie mögen, da Sie es selbst sind, der diese jede Sekunde, jeden Tag mit Ihrer Wahrnehmung aufbaut. Sie müssen sich nur entscheiden, was Sie als Ihre eigene ganz persönliche Sichtweise zulassen. Das ist alles. Und dann passiert genau das, was Ihre Welt so hergibt… Ihre Visionen – und Befürchtungen – realisieren sich. Ihr Erfolg als Chefin, Kreative, Geliebte oder Mutter wird deutlich, je klarer Sie in Ihren inneren Bildern sind. Und was immer Sie noch für spinnerte, abgedrehte oder enorm praktische Ideen realisieren wollen, die Ihnen Freude machen… Ja genau diese brauchen wir, genau das braucht unsere Gesellschaft! Und nicht stromlinienförmige Angepasste!

Eigentlich gibt es die „Welt da draußen“ gar nicht, es sind Sie, der da in einen Spiegel schaut… Und was da in Ihnen ist, sehen Sie manchmal mit einer kleinen Zeitverzögerung sich dort draußen entwickeln. Bestenfalls können wir die Welt – in Anlehnung an die Quantenphysik – als Möglichkeitsraum sehen, bei dem es auf unseren Blickwinkel entscheidend ankommt. Dies sind allerdings Weltbilder, die im Mainstream noch nicht angekommen sind, dafür jedoch bei vielen Jugendlichen. Sie spielen schon lange Abenteuerspiele am Computer, die ein wunderbares Abbild der Quantenwelt sind. Es gibt verschiedene Ebenen mit unterschiedlichen Gesetzen, der Ereignishorizont ist in uns, die Welt kommt auf uns zu, anstatt wir zu ihr, wir können immer wieder neu wählen, wohin wir gehen wollen und wenn der Computer aus ist, dann verschwindet die spannende Illusion. Und wir können ihn ja immer wieder anmachen und ein neues Spielchen spielen… In einer ganz anderen Welt! Schauen Sie mal Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter dabei über die Schulter, Sie können sicher was lernen!

Subjekt und Objekt sind nur eines. Man kann nicht sagen, die Schranke zwischen ihnen sei unter dem Ansturm neuester physikalischer Erfahrungen ausgefallen; denn diese Schranke gibt es überhaupt nicht!

Erwin Schrödinger, Quantenphysiker in: <Geist und Materie> zur Sichtweise unserer Welt

Diesen Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Was wollen Sie gestalten?
  • Wo ist Ihre Liebe? Ihre Leidenschaft? Was macht Ihnen wirklich Freude?
  • Wie weit sind Sie mit Ihren Lebensprojekten? Oder haben Sie Ihre „Träume“ schon aufgegeben und/ oder „realistisch“ umgearbeitet?
  • Wo wollen Sie – einen Unterschied machen?

Derjenige, den Sie wirklich ernst nehmen sollten, sind Sie selbst, mit allem, was dazugehört: Ihren Interessen, Fähigkeiten, Hobbys, Leidenschaften, Spinnereien und Idiotien. Wenn Sie sich wirklich respektieren, dann geschieht ein Wunder! Sie beginnen, alle andern ebenfalls zu respektieren! Na so was! Der Weg zur Nächstenliebe führt also über die Selbstannahme – wer hätte das gedacht? Wenn Sie Ihren Pfad konsequent gehen, dann bekommen Sie nicht nur Achtung vor sich, sondern auch Respekt vor allen anderen! Das nennen wir dann etwas hochtrabend Selbstverantwortung und Verantwortung für andere. Und – trauen Sie sich!

Es ist letztendlich einfach, aber vielleicht nicht immer leicht, wenn Sie sich nach Ihrem inneren Kompass richten!

Herzlichst Ihr
Bernd Hofmann

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