Bessere Führung

Mit diesen drei Fragen können Sie besser führen

Besser führen will wohl jede Führungskraft. Es gibt sehr viele gute und sehr gute Führungskräfte-Programme, angefangen von eintägigen Workshops bis hin zu Führungskräfteentwicklungsprogrammen in Unternehmen. In diesem Vortrag auf TED Talk teilt Roselinde Torres aus ihren 25 Jahren Erfahrung mit Führungskräfteentwicklung drei einfache, aber entscheidende Fragen, die sich zukünftige Führungskräfte stellen müssen, um voran zu kommen.

TED Talk: What it takes to be a good leader

Führung als kreativer Akt

Führung als kreativer Akt

Ist Führung, das Leben selbst ein Problem, welches wir lösen müssen?  

Es hat keinen Sinn, aufzuhören, solange man in der Lage ist, voran zu gehen. Man muss sich immer wieder neu erfinden, neue Richtungen einschlagen.

Robert Redford, 78

Die Nachrichten sind voll davon: Irgendwelche Unfälle, Taifune, Probleme, politische Verwicklungen, Probleme bei der Bahn, bei BER oder Air Berlin, neue Krankheiten etc. etc. Als ob es nichts anderes gäbe als das! Die vielen Milliarden positiver Leistungen, die unzähligen Innovationen und Hilfen, die Menschen Tag für Tag für andere und ihre Familien vollbringen, existieren in solchen Sendungen kaum. Absurd, dass irgendein tragischer Unfall soviel unserer Zeit dominiert! Merken Sie, welches verzerrte Bild der Wirklichkeit sich da zeigt? Es ist eine beliebte Realität, die uns als Opfer sieht. Ebenso unsere Filmwelt, in der Unfälle, Katastrophen und Straftaten dominieren.

Oder auf der anderen Seite die Werbung: Nehmen Sie dies oder das Mittel, damit das Problem nicht auftritt, am besten zweimal am Tag. An solcher Reklame ist nichts falsch. Für manche Anwendungen ist sie eine gute Idee. Werbung für eine Einbruchsicherung, gut. Für manchen sicher sinnvoll. Die Denkweise dahinter kann jedoch ein wirkliches Hindernis werden, wenn sie vorherrschend wird.

Der erste Ausgangspunkt einer solchen Sicht ist immer folgende Philosophie: Leben – und damit Führung – beinhaltet eine Menge Probleme, welche du lösen musst! Leben ist überhaupt ein Problem! Meine Frage ist da grundsätzlich: Wie sehen Sie Ihr eigenes? Als eine Serie von Pannen und Katastrophen, die Sie lösen müssen oder als einen kreativen Akt, bei dem Sie das erschaffen, was Sie möchten? Dies sieht zu Beginn ganz ähnlich aus, jedoch führt diese Veränderung unseres Blickwinkels allmählich zu einer gewaltigen Veränderung in der eigenen Haltung und den Ergebnissen. In der ersten versuchen Sie, permanent Probleme die anstehen, zu lösen. Sie reagieren auf Schmerz, auf Druck – so wie angeblich viele Menschen. Und Sie versuchen immer wieder schmerzfrei zu werden, wenn notwendig mit Pülverchen und Ratschlägen. Und dann lehnen Sie sich zurück und warten auf das nächste Problem. Schon dies signalisiert eine Haltung des Ertragenden, des Leidtragenden. Es ist jemand, der für sein Leben keine eigene Verantwortung übernehmen möchte.

In einer zweiten Sichtweise agieren Sie, machen Pläne und handeln, um zu Ihrem Ziel zu kommen. Auf diesem Wege lernen und verlernen Sie viel. Machen natürlich viele Fehler und packen Situationen immer wieder anders an. Es gibt tolle Zufälle und überraschende Schwierigkeiten. Und wenn Sie offen sind, dann lernen Sie eine Menge und jeder Tag wird ein Abenteuer! Sie haben zusehends den Eindruck, dass Sie alles weiterbringt, sogar Ihre Schwierigkeiten und eine unerklärliche Beschwingtheit macht sich allmählich breit! Nach und nach entwickeln sich Ihre Träume zu realen Projekten und Ergebnissen. Siehe da mit vielen Überraschungen! Allmählich wird Ihr Leben etwas, was Sie lieben und verliert zusehends den Charakter des Hamsterrades – immer ein Anzeichen für Unbewusstheit und Denkfallen. Und Sie haben Erfolg, mit vielen Zufällen und erstaunlichen Ereignissen! Selbst riesige Probleme zeigen sich im Nachhinein als Chance oder Situationen, aus denen Sie besonders viel gelernt haben! Die meisten Erfolgreichen sagen fast alle rückblickend etwa das Gleiche: „Ich hätte nie geglaubt, dass ich diesen Erfolg erreiche!“ (Wenn man es von der üblichen rationalen Denke aus sieht.)

Was ist der Unterschied? In der ersten Haltung definieren Sie sich als Opfer, als Gegenstand der sich verbraucht. Der herumgeschubst wird. Dessen Uhr unerbittlich abläuft, wie ein Kilometerzähler. Etwa wie eine Maschine, die irgendwann gestartet, immer wieder Probleme bekommt, um dann schließlich nutzlos abgestellt zu werden. „Ach, die Zeit geht so schnell rum!“ – immer ein Anzeichen von Unbewusstheit! Eine große Chance, etwas auszurichten, zu verändern haben Sie in solch einem Weltbild nicht. Sie sorgen einfach dafür, dass immer genügend Öl in der Maschine ist und Ersatzteile ausgetauscht werden, damit „es“ läuft. Spaßig? Lebendig?

In der zweiten Sicht haben Sie ein Anliegen. Wenn Sie Ihres zulassen, dann will irgendetwas da raus aus Ihnen. Wünsche, „verrückte“ Ideen, zunächst Unverstandenes. Manchmal setzt Sie das gewaltig unter Druck und Sie wissen nicht genau, was los ist und wo das hin will. Sie geben dem Raum, lassen auch sonderbare Wege zu. Nach und nach vertrauen Sie diesem inneren Druck und akzeptieren ihn allmählich als instinktive und intuitive Lenkung Ihres inneren Beobachters. Ihr Ziel wird allmählich Gewissheit. Und irgendwie gestaltet sich da nach einiger Zeit etwas, das Ihren Wünschen sehr nahe kommt, vielleicht auf ganz anderen Wegen als geplant… Sie finden Ihren ganz eigenen unverwechselbaren Stil, Ihr eigenes Produkt, Ihren ganz persönlichen Selbstausdruck, schaffen Ihren ganz persönlichen Erfolg. Viele bewundern Sie plötzlich, dabei haben Sie – von sich aus gesehen – eigentlich nichts Besonderes getan. Nur Ihren Ideen und Bedürfnissen nachgegangen, jedoch dies konsequent. Warum tut dies eigentlich nicht jeder?

Ein Bild ist dann fertig, wenn es gut ist!

Gerhard Richter, bekanntester und wohlhabender deutscher Maler zu seinen Bildern

Wer andererseits den Weg des Lösens von Problemen konsequent geht, bekommt irgendwann eine wichtige Lebenserfahrung geschenkt: Wir können alle lösen und doch haben wir nicht das erreicht, was wir wollten! So die Einsicht eines sehr „erfolgreichen“ Unternehmers, den ich kenne, der diese Erkenntnis mit 67 Jahren hatte! Er hatte die Firma übernommen, sie groß gemacht, viel Geld verdient – weil seine Eltern dies wollten – er jedoch „eigentlich“ nicht. Schließlich verkaufte er das Unternehmen und tat das mit seinem Geld, was er eigentlich damit vorhatte, endlich! Aber: Er hatte es nie geschafft, sich aus einer unglücklichen Beziehung zu lösen – wegen der Konventionen. Wir können alles wasserdicht, einbruchsicher, luftdicht machen, brav an unseren Beziehungen basteln, die Kids aufziehen und überwachen, unsere Lebensversicherung pünktlich bezahlen, nur wo ist das persönliche Wohlbefinden? Stellt es sich dann ein? Macht Sie das glücklich, fühlen Sie sich dann erfüllt?

Bei aller Kritik an unserer Zeit, an unserer Gesellschaft, an der Politik, die auch angemessen sein mag, die uns dabei hilft, Situationen immer wieder in Frage zu stellen und zu verbessern, sagt dies nichts über die gefühlte Qualität unseres Lebens aus. Unsere Lebensumstände haben sich – vor allem in den letzten 60 Jahren – erheblich verbessert, jedoch die allgemeine Zufriedenheit in Westdeutschland seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht! „Schließlich gibt uns unsere Gesellschaft einen Rahmen, in dem wir alles verwirklichen können, was uns wichtig ist,“ so Khadra Sufi, eine deutsche Moderatorin somalischer Herkunft. Komisch – offenbar haben dies viele noch nicht bemerkt!

Nein, ich bin nicht gegen Fortschritt und schon gar nicht gegen moderne Annehmlichkeiten – so es denn Fortschritte sind! Haben Sie sich mal überlegt, ob Sie gerne in einer Zeit – sagen wir vor 200 Jahren leben wollten, in der Zeit der napoleonischen Befreiungskriege, mit deren Möglichkeiten und Beschränkungen? Wie schön, herrlich, wunderbar und erstaunlich ist da doch ein Kühlschrank, aus dem ein kaltes Bier am Abend kommt – oder? Aber diese Untersuchungen zeigen auch, dass die Zufriedenheit nicht weiter wächst mit stetig steigendem Einkommen! Dazu gehört eine veränderte innere Haltung, dass Sie der Schöpfer und Gestalter Ihrer eigenen Wirklichkeit sind. Und diese Haltung schafft natürlich auch die Welt, in der Sie leben!

Was ist unsere Welt wirklich? Eine Maschine, ganz logisch, kühl und simpel wie ein Fahrrad, das Finanzamt, ein Automotor oder wirbelnde, unberechenbare  Energie wie das Wetter, die Börse, der Markt oder die Quantenphysik? Ganz einfach, die Welt ist da so nett, dass sie sich streng an Ihren Vorstellungen und natürlich auch Befürchtungen orientiert. Sie haben nicht nur die Freiheit zu wählen, was Sie sein oder tun wollen und welchen Job Sie machen, nein. Sie haben auch die Freiheit in der Welt zu leben, die Sie mögen, da Sie es selbst sind, der diese jede Sekunde, jeden Tag mit Ihrer Wahrnehmung aufbaut. Sie müssen sich nur entscheiden, was Sie als Ihre eigene ganz persönliche Sichtweise zulassen. Das ist alles. Und dann passiert genau das, was Ihre Welt so hergibt… Ihre Visionen – und Befürchtungen – realisieren sich. Ihr Erfolg als Chefin, Kreative, Geliebte oder Mutter wird deutlich, je klarer Sie in Ihren inneren Bildern sind. Und was immer Sie noch für spinnerte, abgedrehte oder enorm praktische Ideen realisieren wollen, die Ihnen Freude machen… Ja genau diese brauchen wir, genau das braucht unsere Gesellschaft! Und nicht stromlinienförmige Angepasste!

Eigentlich gibt es die „Welt da draußen“ gar nicht, es sind Sie, der da in einen Spiegel schaut… Und was da in Ihnen ist, sehen Sie manchmal mit einer kleinen Zeitverzögerung sich dort draußen entwickeln. Bestenfalls können wir die Welt – in Anlehnung an die Quantenphysik – als Möglichkeitsraum sehen, bei dem es auf unseren Blickwinkel entscheidend ankommt. Dies sind allerdings Weltbilder, die im Mainstream noch nicht angekommen sind, dafür jedoch bei vielen Jugendlichen. Sie spielen schon lange Abenteuerspiele am Computer, die ein wunderbares Abbild der Quantenwelt sind. Es gibt verschiedene Ebenen mit unterschiedlichen Gesetzen, der Ereignishorizont ist in uns, die Welt kommt auf uns zu, anstatt wir zu ihr, wir können immer wieder neu wählen, wohin wir gehen wollen und wenn der Computer aus ist, dann verschwindet die spannende Illusion. Und wir können ihn ja immer wieder anmachen und ein neues Spielchen spielen… In einer ganz anderen Welt! Schauen Sie mal Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter dabei über die Schulter, Sie können sicher was lernen!

Subjekt und Objekt sind nur eines. Man kann nicht sagen, die Schranke zwischen ihnen sei unter dem Ansturm neuester physikalischer Erfahrungen ausgefallen; denn diese Schranke gibt es überhaupt nicht!

Erwin Schrödinger, Quantenphysiker in: <Geist und Materie> zur Sichtweise unserer Welt

Diesen Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Was wollen Sie gestalten?
  • Wo ist Ihre Liebe? Ihre Leidenschaft? Was macht Ihnen wirklich Freude?
  • Wie weit sind Sie mit Ihren Lebensprojekten? Oder haben Sie Ihre „Träume“ schon aufgegeben und/ oder „realistisch“ umgearbeitet?
  • Wo wollen Sie – einen Unterschied machen?

Derjenige, den Sie wirklich ernst nehmen sollten, sind Sie selbst, mit allem, was dazugehört: Ihren Interessen, Fähigkeiten, Hobbys, Leidenschaften, Spinnereien und Idiotien. Wenn Sie sich wirklich respektieren, dann geschieht ein Wunder! Sie beginnen, alle andern ebenfalls zu respektieren! Na so was! Der Weg zur Nächstenliebe führt also über die Selbstannahme – wer hätte das gedacht? Wenn Sie Ihren Pfad konsequent gehen, dann bekommen Sie nicht nur Achtung vor sich, sondern auch Respekt vor allen anderen! Das nennen wir dann etwas hochtrabend Selbstverantwortung und Verantwortung für andere. Und – trauen Sie sich!

Es ist letztendlich einfach, aber vielleicht nicht immer leicht, wenn Sie sich nach Ihrem inneren Kompass richten!

Herzlichst Ihr
Bernd Hofmann

andyamo-App Moderation

andyamo-App Moderation – heute kostenlos

Heute ist es wieder so weit: In der Mittagspause haben Sie die einmalige Chance, die nächste Erweiterung der andyamo-App kostenlos zu erhalten.

Heute schalten wir für Sie die App-Erweiterung zum Thema Moderation im Wert von 8,99 Euro frei. Damit erhalten Sie folgende Inhalte:

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Um die Erweiterung kostenfrei zu erhalten, besuchen Sie einfach heute Mittag zwischen 12 und 13 Uhr unser Blog und tragen Sie sich in unseren Mailverteiler ein. Im Laufe der Woche erhalten Sie dann Ihren persönlichen Gutschein-Code per Mail zugeschickt.

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Führung mit Verstand

Führung mit Verstand – Die Rolle unseres Überlebenscomputers…

… und seine Grenzen in unserer beschleunigten Welt

Weshalb geraten Menschen wegen einer schnellen Entwicklung eigentlich immer wieder in Panik? Auch heute unter unseren nahezu optimalen Bedingungen? Es ist offenbar eine permanente Überforderung eines Instrumentes unseres Denkens, welches uns half, in den letzten drei Jahrhunderten so viele Veränderungen in unserer Welt zu gestalten, das jedoch auch mit verantwortlich für unser individuelles und kollektives Versagen ist, mit unserer komplexen Welt klarzukommen: Es ist unser Verstand.

Verstandesorientiertes Denken war über Jahrhunderte erfolgreich gewesen. Seit der Renaissance und den Entdeckungen haben Menschen zunehmend bewusster die Welt wahrgenommen und verändert. In der Wirtschaft haben kreative Unternehmer damit riesige Unternehmen geschaffen. Die ganze Welt wächst durch die Technik, den Handel immer mehr zusammen. Es entsteht ein weltweiter Basar. Vielfältig, kreativ und natürlich unübersehbar. Das kann Angst machen. Wir haben den Eindruck, unser kalkulierender innerer Computer reicht zur Steuerung nicht mehr aus. Was nun?

Saßen Sie schon mal am Steuer eines sehr schnellen Fahrzeuges? Eines Porsche, Ferrari oder etwas ähnlichem? Wie eng da plötzlich die Kurven auf einer Autobahn ab 250 km/h aufwärts werden! Ach – schon da? Das kann Spaß machen, aber natürlich auch Angst einflößen. Verständlich – aber – wer hat da Angst – vor was? Kontrollverlust? Angst vor der eigenen Raserei? Angst davor, dass irgendetwas in uns entfesselt wird, was wir nicht mehr kontrollieren können? Angst, die Übersicht zu verlieren? Wahrscheinlich alles zusammen! Wer oder was ist denn das, was Angst hat? Es ist unser Verstand und die daraus resultierenden Gefühle fühlen wir dann.

Vielleicht ist das der Hauptgrund für das von vielen Menschen heute instinktiv empfundene Bedürfnis nach persönlicher Entwicklung? Inzwischen ist dieses massiv geworden und im Mainstream angekommen. Unternehmen bieten für Mitarbeiter Beratung und Seminare dazu an: Stressbewältigung, Meditation, Rückenschule, Pilates etc. Wunsch nach innerem Wachstum? Eine gefühlte Distanz zur Welt, die wir gerne überbrücken wollen? Weil wir spüren, wie unsere aktuellen Fragen nicht mit traditionellen Mitteln gelöst werden können? Weil wir unseren inneren Überlebenscomputer anders programmieren müssen, um die komplexen Fragen zu klären, in denen wir uns befinden?

Individuelle Bewusstwerdung ist als Stressvorsorge sehr wichtig geworden. Aber wie sieht es bei der Führung aus? Wie können wir da erfolgreicher und mit weniger Stress führen? Ein entscheidender Vorteil des kalkulierenden Verstandes ist die Voraussicht, die Planung. Aber: Die innere Vorwegnahme der Zukunft – ist sie eigentlich notwendig oder überhaupt machbar in unserer Basarwelt?

1. Planungsprozesse nehmen in vielen Unternehmen großen – und vor allem zeitlich belastenden – Raum ein! Aber: Wir brauchen nicht im Voraus zu wissen, was sich genau entfaltet! Die Entwicklung der Gesellschaft steuert sich – überraschend – von alleine! Die wichtigsten kreativen Veränderungen unserer Kultur kamen spontan von Einzelnen oder kreativen Teams, die es wagten, ihre eigenen Wege abseits der anderen zu gehen! Der Mainstream war immer zuerst dagegen! Und es gibt in vielen Feldern heute unzählige Menschen, die jeden Tag Neues mit großem Erfolg entwickeln! Beispielsweise sind es Lithiumbatterien aus Computern, die den Tesla S antreiben, weil die Automobilindustrie schon lange Entwicklungen mit herkömmlichen Batterien blockiert hatte, um ihre eigenen, traditionellen Fahrzeuge abzusetzen.

2. Wie entstehen neue Erfolge? Es sind Menschen, die sich aus völlig unterschiedlichen Gründen in eine spezielle Situation, eine Aufgabe, ein Problem eingefühlt haben und entsprechend darauf ge-antwortet haben mit einer persönlich gefühlten freiwilligen Ver-antwortung! Übrigens: Noch nie wurden mehr Entdeckungen oder Erfindungen deshalb getätigt, weil sie staatlich gefördert wurden! Oder haben sich erst deshalb durchgesetzt! Dies ist ein großer Irrtum unserer Kultur! Die meisten Förderprogramme solcher Entwicklungen sind deshalb rausgeworfenes Geld! Und belasten alle Menschen unnötig durch Folgekosten. Das sehen wir auch an den Folgen des EEG. Das Einzige, was es braucht, ist eine offene Kultur und Gesellschaft, in der Entwicklungen von allein besser laufen können!

3. Der Grund, warum Zukunftsprognose meistens nicht klappt, ist nicht nur unser begrenztes Vorstellungsvermögen alternativer Möglichkeiten. Es ist vor allem unsere mangelnde Fähigkeit der Empathie, des Einfühlens und sich tragen Lassens durch uns selbst oder eine Situation. Wir achten auf unsere Vor-stellungen, jedoch nicht auf das, was sich um uns selbst gestaltet. Vorstellungen verstellen das, was sich uns da von allein zur Verfügung stellt. Sich Entwicklungen, die offensichtlich kommen, einfach aussetzen und mit gestalten, genügt uns nicht. Widerstand gegen das, was sowieso entsteht, lässt uns die Zukunft nicht angemessen antizipieren.

Wenn wir über etwas nachdenken – also im Verstand sind – bedeutet das Distanz. Sich einfühlen in das, was kommt, Nähe. Denn wenn Sie Nähe spüren, dann spüren Sie auch das, was sich da tut genau! Ganz praktisch: Ein interessierter Verkäufer erlebt eben eine andere Wirklichkeit in seinem Shop, über die mancher Verkaufsleiter nur reden kann!

4. Unser Verstand, unsere gewachsenen Instinkte selbst, sind zur Lösung unserer Probleme nicht ausreichend. Mag er früher in den überschaubaren Stammesgesellschaften noch sinnvoll funktioniert haben, später Imperien und Wissenschaft aufgebaut haben, wo es auf Konstanz und Verlässlichkeit ankam. In unserer modernen Welt ist er schlicht permanent überfordert. Das können wir jeden Tag beobachten. Die ständigen Wiederholungen unserer Wirtschaftsführer und Politiker im Spiel der Macht, die Lächerlichkeit der Posen, Gesten der unendlichen Manipulationsversuche, die absurden Wiederholungen des urzeitlichen Dominanzspieles werden immer wirkungsloser und von der Realität schnell überholt. Die einfachen Wirkungsketten, mit denen diese Instinkte arbeiten, sind kein Bild mehr unserer Welt draußen, in der alles komplex und für den Verstand unübersichtlich wurde.

5. Wie faszinierend ist es, auf einer bis zu zehnspurigen Straße zu fahren – also 20 insgesamt! Sie haben ständig zwei bis sechs Reihen sich bewegender Fahrzeuge neben sich! Es gibt  eine – im Vergleich mit der Zahl der Fahrzeuge – verschwindend geringe Zahl von Unfällen. Der Selbstorganisationseffekt bei Veränderungen, Spurwechseln, Verlangsamungen ist gewaltig! Ebenso die gegenseitige Achtsamkeit. Genauso faszinierend ist es, wenn Milliarden Menschen am Fernsehen bestimmte interessante Ereignisse verfolgen! Da kommt schnell das Empfinden auf, wie stark wir doch zusammengehören und welche tägliche Leistung allein durch Selbstorganisation entsteht.

6. Überschaubarkeit – ein häufiger Wunsch von Führungskräften und Politikern. Und genau da ist das Problem. Können wir diese überhaupt erreichen? Und wozu ist sie uns so wichtig? Was haben wir wirklich davon? Ach so, wegen der Planungsrituale! Sind diese nur eine Fiktion? Erleichtert der Überblick wirklich die Führung? In vielen Unternehmen hat man da gewaltig reduziert oder die Zeit fressenden Aktivitäten ganz abgeschafft. Ein grober Überblick genügt uns, sagen die Verantwortlichen.

Offenbar scheint unsere – für manche Menschen unbegreifliche Erfahrung – Folgendes zu sein: Wie kann eine komplexe, unüberschaubare Gesellschaft wie unsere Zivilisation oder auch ein großes Unternehmen überhaupt fast von alleine funktionieren? Unser größtes Problem bei dieser Frage ist, dass sie genau das tut. Und meist ganz von selbst. Kaum für den Verstand verstehbar. Denn der ist nur eine komplexe Rechenmaschine und damit Teil des Prozesses einer trennenden Betrachtung. Wenn wir diese Distanz haben, sind wir nur noch mit unseren Bildern beschäftigt, jedoch nicht mehr mit dem verbunden, was geschieht. Aber: Wir müssen auch nicht ständig darüber reflektieren, was geschieht! Der Verstand trägt eh nur einen kleinen Teil zum Erfolg bei! Gerade bei den Aktionen der Verantwortlichen. Da überschätzen sich Politiker, Führungskräfte, Intellektuelle maßlos. Es genügt, ein Bild der zu schaffenden Zukunft zu haben und empathisch dem Weg zu folgen, der sich uns auftut. Und der ist nicht geradlinig. Meist sogar ziemlich verrückt und widersinnig, führt aber trotzdem zum Ziel. Die Zukunft ist nichts Verborgenes, was sich allmählich enthüllt. Sie ist eher etwas, was Menschen innerlich als relevant erkennen und verwirklichen wollen. Die Folge: Zukunft entfaltet sich von selbst, wenn wir unserer inneren Orientierung dabei folgen.

Schon die Fragestellung „Wie können wir Entwicklungen steuern?“ ist falsch. Es funktioniert alles auch so! Vielleicht ist dies die größte Lektion, die wir lernen müssen: Es entwickelt sich alles auch so gut von alleine – vorausgesetzt, wir geben dem Neuen Raum, öffnen den Raum für Selbstentwicklung und schwimmen empathisch mit! Dies gilt für Gesellschaften, Unternehmen und Teams.

Die Frage, wie wir Entwicklungen steuern können, ist schon falsch. Es ist eher umgekehrt: Entwicklungen steuern uns. Für viele Chefs eine schwere Lektion, dass Firmen nicht wegen, sondern trotz der Führung laufen! Fast die schwerste, obwohl das Ergebnis doch so positiv ist: Sie könnten endlich loslassen! Zu einer sich selbst organisierenden Arbeitswelt passt eben auch ein Führungsstil, der selbstorganisierend ist. Mehr Raum lässt. Dies bedeutet auch, sich selbst mehr Raum geben…

Die Lösung für mangelnde Überschaubarkeit ist die Offenheit, sich selbst gegenüber sowie eine Beteiligung der Mitarbeiter mit den neuen Methoden wie Open Space etc., also eine Abgabe der Verantwortung für die Leistungserbringung an diejenigen, die das sowieso leisten.

Viele Menschen haben dies längst durchschaut. Sie empfinden ein Unbehagen an den noch geläufigen Sichtweisen, suchen nach pragmatischen Lösungen für sich selbst und für die Bereiche ihrer gewählten Verantwortung: die Entwicklung des persönlichen Bewusstseins. Auf ganz andere Weise als von Freud in seinem „Unbehagen in der Kultur“ beschrieben. Und sie suchen Lösungen: Im persönlichen Engagement in Methoden, die Geist, Gefühle und Körper besser integrieren, dadurch ihr persönliches Stressniveau verringern, das individuelle Glücksniveau erhöhen. Aber auch in Gruppenmethoden wie Open Space und ähnlichen, die Selbstorganisation als zentrales Organisationselement enthalten. Alles, damit wir besser mit unseren Empfindungen mitgehen können und mehr Freude und Spaß in Job und Leben empfinden. Achten Sie darauf als Chef! Und viel Freude und Offenheit für Ihre Erfolge, die Ihnen zu-fallen werden!

Herzlichst Ihr
Bernd Hofmann

Ich-Test

Deutschland macht den Ich-Test – Sie auch?

Ganz neu am Start mit einem kostenlosen Persönlichkeitstest mit dem schönen Namen „Ich-Test“ ist das ILS in Hamburg. Mit diesem Test erfahren Sie tatsächlich sehr viel über sich selbst – vorausgesetzt, Sie sind ehrlich bei Ihren Antworten. Und möglichst spontan.

Der Ich-Test wendet ein sogenanntes visuelles Verfahren an. Sie müssen sich quasi nur Bilder anschauen und dann auswählen, welches Ihnen eher zusagt oder auch mal Fragen beantworten, was Sie eher auf dem Bild erkennen. Wenig Aufwand, das Testergebnis erhalten Sie schon nach 5 Minuten als PDF.

Die Persönlichkeit testen mit dem Ich-Test

Jede Menge Hintergrundinfos zum Test liefert der Artikel „Ein Blick ins Unterbewusste„. Der Test dient eigentlich der Zielgruppenforschung im Marketingbereich. Doch man erfährt auch als Testteilnehmer spannende Dinge über sich selbst. Das Testergebnis ist ein mittels vier Buchstaben verschlüsselter Persönlichkeits-Code.

Ich-Test E-I

Ich-Test S-N

Ich-Test T-F

Ich-Test J-P

Das Testergebnis im Ich-Test

Als Ergebnis könnte dann beispielsweise der Persönlichkeits-Code ENFP herauskommen, der als „Der kreative Vermittler“ bezeichnet wird.

Ich-Test ENFP

Neben dem reinen Typencode und den Inforamtionen darüber, was dieser aussagt, erhält man jedoch noch weitere Informationen. So erfährt man, welche Stärken und Schwächen der eigene Typ hat. Außerdem erhält man auch Informationen unter den Punkten „Wie Sie sich weiterentwickeln können“ und „Welche Rollen & Berufe Ihnen liegen“. Diese Ergebnisse sind sicherlich auch für Trainer in Führungstrainings interessant und gut anwendbar. Vielleicht sitzen in Ihrer Veranstaltung Führungskräfte, denen der Umgang mit Menschen gar nicht so gut liegt? Oder Sie können in einem Coaching gemeinsam mit dem Testkandidaten herausfinden, wie er oder sie an den eigenen Schwächen arbeiten kann und die eigenen Stärken besonders gut ausnutzen?

Deutschland macht den Ich-Test – Sie auch?

Machen Sie den Ich-Test doch auch selbst einmal und lassen Sie uns teilhaben an Ihrem Ergebnis und Ihren Gedanken dazu. Und eine Frage an die Trainer: In welchen Trainingssituationen können Sie sich den Einsatz des Tests vorstellen?