Moderation Fachtraining

Moderation als Element eines Fachtrainings

Worauf muss der Moderator achten und welche Themengebiete sind für ein moderiertes Fachtraining geeignet?

Die Moderation – Eine Definition

Bei der Moderation soll Teilnehmern die Möglichkeit geboten werden, ihr Fachwissen und ihre persönlichen Erfahrungen zur Erreichung eines bestimmten Zieles zusammen zu tragen. Das Endergebnis sollte von allen als verbindliche Zielsetzung betrachtet werden.
Die Teilnehmer der Moderation werden dabei von dem Moderator so angeleitet, dass die Diskussion und Lösung sich um das gewünschte Themengebiet handelt und nicht in unergiebige Nebenschauplätze abgleitet.

Die Aufgabe des Moderators

Die Aufgabe des Moderators während einer Moderation besteht darin, die Leitung der Gruppe zu übernehmen, ohne sich in den inhaltlichen Problemfindungsprozess einzumischen.
Er sollte in der Lage sein zu erkennen, wann er die Kontrolle übernehmen muss, um die Gruppe in den themenbezogenen Meinungsbildungsprozess zurückzuführen.
Der Moderator darf sich nicht dazu verleiten lassen in die inhaltlichen Aspekte des Themas einzugreifen. Ein gewisses Maß an Selbstbeherrschung ist für den Moderator unumgänglich.

Zu welchen Themenbereichen ist eine Moderation sinnvoll?

Da eines der Ziele einer Moderation darin besteht, die Teilnehmer zu einer eigenen Meinungsbildung und eigenverantwortlicher Problemlösung und Umsetzung anzuleiten, eignen sich unzählige Arbeitsgebiete und Themengebiete zu einem Training durch die Moderation.
Entscheidend ist dabei ist nicht das Thema, sondern die Frage, ob eigenständige Problemlösungen und Lernerfolge der Teilnehmer gewünscht sind.
Hier einige Beispiele:

Mitarbeiterschulung, Konfliktlösungen und Problemlösungen

Moderiert man eine Mitarbeiterschulung, sind die Mitarbeiter selber in der Lage ihre Defizite und Wünsche bezüglich ihrer Wissenslücken zu äußern.
Eine Mitarbeiterschulung ermöglicht bedarfsgerechte Weiterbildung und motiviert die Mitarbeiter an der erforderlichen Schließung bestimmter Wissenslücken aktiv teilzunehmen.
Dasselbe gilt für die Lösung von Konflikten und Problemlösungen innerhalb einer Gruppe. Wenn die Teilnehmer sich über ihre Konflikte und Probleme zu bestimmten Themen oder gegenüber bestimmten Situationen bewusst werden, tragen sie sinnvoller zu einer Beseitigung dieser Konflikte bei. Sie erarbeiten sich ihre Ziele eigenständig und sind eher bereit, zur Lösung beizutragen und diese umzusetzen. Der Betriebsfrieden wird schneller erreicht, wenn die Mitarbeiter erkennen, dass sie entscheiden können, wie die Konfliktsituation entschärft werden kann.
Andere Probleme werden gemeinsam gelöst und der Mitarbeiter erkennt, dass sein Fachwissen zur Problemlösung beigetragen hat.

Informationswesen, Marketing und Kommunikation

Informationen sind wichtig. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Informationen innerbetrieblicher Art handelt oder ob Informationen zur Umsatzsteigerung genutzt werden sollen.
Die Moderation zum Thema Informationen gibt Aufschluss darüber, zu welchen Themen zu wenig Informationen vorhanden sind und in welchem Umfang Informationen erforderlich oder gewünscht sind.
Ein Produktionsmitarbeiter interessiert sich in der Regel kaum für die Marktpreise oder das Marketing von bestimmten Produkten. Ob der Betrieb ausgebaut werden soll oder welche Maschinen angeschafft werden sollen interessiert diesen Mitarbeiter eher.
Mit Hilfe der Moderation kann das Informationsbedürfnis und der Umfang der gewünschten Informationen sichtbar gemacht werden.
Informationen können auf diese Weise gezielt an Fachbereiche und Mitarbeiter weitergeleitet werden.

Die Notwendigkeit von Besprechungen, Seminaren und Tagungen wird durch eine Moderation ebenfalls sichtbar.
Moderierte Besprechungen bieten den Teilnehmern die Möglichkeit, dass erforderliche Wissen schnörkellos zu erhalten.

Fazit

Ein guter Moderator ist in der Lage, das Abschweifen zu unwesentlichen Aspekten und Diskussionsthemen zu unterbrechen. Durch die Moderation erhält man ein Hilfsmittel, sich auf Kernpunkte zu besinnen. Informationen und Lösungen werden auf das Wichtige beschränkt. Das angestrebte und beschlossene Ziel wird von allen Teilnehmern unterstützt und zum Abschluss gebracht.

Moderationsschrift

Moderationsschrift – per Hand und für den Computer

Eine Moderationsschrift sollte einigen Ansprüchen gerecht werden. Wenn man diese kennt, kann man das Üben und die Schrift natürlich auch prima zur Verbesserung von Flipcharts und bei Präsentationen einsetzen.

5 Tipps zur Moderationsschrift

Moderationsschrift

  1. Mit der ganzen Kante schreiben
  2. Auf die Aufteilung mit Ober- und unterlängen achten
  3. Eng aneinander schreiben
  4. Schnörkellos schreiben
  5. Groß- und Kleinbuchstaben nutzen

Wer eine Moderationsschrift üben möchte, dem hilft vielleicht dieses ehemals von Neuland entwickelte Übungsheft dabei. Natürlich gibt es nicht DIE eine Schrift zur Moderation. An dieser kann man sich aber orientieren und in einer Mischung mit der eigenen Handschrift eine ganz eigene Schrift entstehen lassen. Diese sollte aber immer gut lesbar sein und den obigen Anforderungen genügen.

Moderationsschrift für den Computer

Praktischerweise gibt es auch eine Moderationsschrift für den Computer. Den Neuland-Font kann man sich kostenfrei herunterladen und für Präsentationen, Fotoprotokolle und vorbereitete Karten und ähnliches nutzen.

 

Buchtipp

Buch-Tipp: ModerationsMethode – Das Standardwerk

Dieses Buch heißt nicht nur so, sondern es ist auch DAS GRUNDLAGENWERK zum Thema Moderation.

ModerationsMethodeModerationsMethode – Karin Klebert/Einhard Schrader/Walter Straub

Von Praktikern für Praktiker geschrieben mit vielen Beispielen und nützlichen Tipps. Der Nachfolger des Buches heißt „Kurzmoderation“ und ist ebenfalls von den drei Autoren.

Das didaktische Konzept der ModerationsMethode dient der erfolgreichen Gestaltung von Meinungs- und Willensbildungsprozessen in Arbeitsgruppen und Teams. Ihre Basis bilden Techniken der Visualisierung sowie verschiedene Methoden der Gruppendynamik.

Die Ziele der ModerationsMethode sind

  • gemeinsame Lösung von Problemen in Teams
  • Förderung der Zusammenarbeit
  • Verbesserung der Kommunikation untereinander
  • Betroffene werden Beteiligte

Die Autoren dieses Buches sind gleichzeitig die Entwickler der ModerationsMethode. Sie beschreiben in diesem Standardwerk die Grundlagen und Einsatzmöglichkeiten sowie die methodische Ebene und die Erlebnissphäre. Das gesamte Buch ist als Seminar konzipiert und führt so durch alle Einzelschritte einer Moderation. Dabei geht es auf Workshops und klassische Seminare ebenso ein wie auf Informationsmärkte und Kleingruppenarbeiten.

Der erste Teil beschreibt den Ablauf einer typischen Moderationsveranstaltung beschrieben. Sie lernen, was „Moderation“ heißt, entwickeln ein Gespür für die jeweiligen Situationen und gewinnen ein Grundverständnis der ModerationsMethode. Der zweite Teil ist Ihr Werkzeugkasten für die Gestaltung von Moderationsprozessen. Darin erfahren Sie alle Techniken, die große Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten und erhalten methodische Sicherheit.

Die ModerationsMethode gehört heute zu den Grundfertigkeiten eines Trainers oder Seminarleiters ebenso wie einer Führungskraft. Jeder, der Arbeits- oder Projektgruppen leitet oder einfach mit Kollegen erfolgreich etwas bewegen möchte, wird mit diesem Handbuch ergebnisorientierte Zusammenarbeit fördern.

Andreas Straub beim Neuland Moderations-Markt 2015

Auch in diesem Jahr war unser Trainer Andreas Straub wieder mit einem Vortrag als Gast beim Neuland Moderations-Markt vertreten. Zu seinem Workshop mit dem Titel „Troublesshooting – Umgang mit schwierigen Seminar- und WS-Situationen“ haben wir einige Impressionen für Sie zusammengestellt. Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen.

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Neuland. (ths/Photo by: E.T.STUDHALTER / NEULAND AG)

NOTTWIL/LU, 08. MAI 2015 - NEULAND - FUER LEBENDIGES LERNEN: 11. MODERATIONSMARKT 2015: 11. Moderationsmarkt 2015 der Neuland AG im Seminarhotel Sempachersee Nottwil/LU. Neuland ist nicht ohne Grund die Nummer 1 fuer Produkte und Schulungen rund um die Moderationsmethode: Neuland befasst sich seit mehr als 12 Jahren mit der Welt der Moderation. ths/Photo by: E.T.STUDHALTER / NEULAND AG *** Local Caption ***

NOTTWIL/LU, 08. MAI 2015 - NEULAND - FUER LEBENDIGES LERNEN: 11. MODERATIONSMARKT 2015: 11. Moderationsmarkt 2015 der Neuland AG im Seminarhotel Sempachersee Nottwil/LU. Neuland ist nicht ohne Grund die Nummer 1 fuer Produkte und Schulungen rund um die Moderationsmethode: Neuland befasst sich seit mehr als 12 Jahren mit der Welt der Moderation. ths/Photo by: E.T.STUDHALTER / NEULAND AG *** Local Caption ***

NOTTWIL/LU, 08. MAI 2015 - NEULAND - FUER LEBENDIGES LERNEN: 11. MODERATIONSMARKT 2015: 11. Moderationsmarkt 2015 der Neuland AG im Seminarhotel Sempachersee Nottwil/LU. Neuland ist nicht ohne Grund die Nummer 1 fuer Produkte und Schulungen rund um die Moderationsmethode: Neuland befasst sich seit mehr als 12 Jahren mit der Welt der Moderation. ths/Photo by: E.T.STUDHALTER / NEULAND AG *** Local Caption ***

Sketchnotes für Einsteiger

Video-Workshop Sketchnotes für Einsteiger

Sketchnotes kennen Sie schon. Oder?
Sketchnotes sind ein kreativer Weg, Notizen zu Vorträgen und Gesprächen zu machen. Dabei werden die Inhalte mit Hilfe grafischer Elemente notiert anstelle von lediglich schriftlichen Notizen. So werden sie besser verinnerlicht, weil beide Gehirnhälften angesprochen werden. Auch für die Moderation von Veranstaltungen können Sketchnotes – oder dann eher das sog. Graphic Recording – eine tolle Ergänzung sein.

Einstieg in Sketchnotes

Wer Interesse hat, in das Sketchnoting einzusteigen, dem sei das „Sketchnote Handbuch“ von Mike Rohde sowie das dazugehörige Arbeitsbuch ans Herz gelegt. Dort gibt es auch ein paar Informationen zu den Hintergründen, warum Sketchnoting so toll ist und was man an Material benötigt. Auch wie eine Sketchnote im Laufe eines Vortrags entsteht, wird dort sehr schön und übersichtlich gezeigt – natürlich in Form von Sketchnotes und mit wenig Text.

Video-Workshop Sketchnotes für Einsteiger

Auf der diesjährigen re-publica gab es zum wiederholten Mal einen Workshop unter dem Titel „Sketchnotes für Einsteiger“. In einem knapp einstündigen Workshop zeigten darin Annalena Schiller, Britta Ullrich und Ralf Appelt mit sehr viel Spaß für die Teilnehmer, wie auch ein Nicht-Künstler mit einfachsten Strichen und Formen tolle Sketchnotes anfertigen kann. Neben dem „ABC des visuellen Denkens“ bestehend aus Vierecken, Dreiecken, Kreisen, Strichen und Punkten gab es Ideen zur Schrift und viele Tipps zu kleinen Zeichnungen von Menschen und Emotionen oder auch anderen Kleinigkeiten, die sich dank des Alphabets einfach gestalten lassen.

Der Workshop wurde aufgezeichnet und so haben Sie nun die Möglichkeit, ihn jederzeit nachzuschauen:

Wer jetzt noch nicht genug hat, dem sie der letztjährige Vortrag der Drei auf der re-publica ans Herz gelegt, den es ebenfalls als Aufzeichnung zum Nachschauen gibt: