Visualisierung

Visualisierung und weitere Moderationstools als Bestandteil einer Moderation

Es hat sich gezeigt, dass Lernen, Verstehen und die inhaltiche Aufnahme von Themen durch eine zusätzliche bildhafte Darstellung leichter im Gedächtnis bleiben. Zusammenhänge werden besser verstanden, die Mitarbeit kann durch verschiedene Visualisierungstechniken besser gesteuert werden, die Strukturierung von umfangreichen Themen gelingt leichter und Vielredner müssen sich auf das Wesentliche konzentrieren. Aus diesen Gründen sind Visualisierungen bei Moderationen ein wichtiges Mittel.

Visualisierungen erleichtern zudem die Nachbearbeitung. Erarbeitetes muss nicht mühsam in ein langes Protokoll eingearbeitet und weitergereicht werden. Ein Foto der Visualisierung ist ausreichend und lässt sich später als Anhang an das Protokoll an alle Teilnehmer weitergeben.

Wann ist eine Visualisierung ratsam?

Hohe Teilnehmerzahlen, viele erwartete Antworten und eine komplexe Fragestellung, die in mehreren Schritten beantwortet werden muss, sind wichtige Hinweise für die Visualisierung. Sind die Teilnehmer ungeübt und undiszipliniert oder wird die Diskussion durch wenige dominiert, kann eine Visualisierung Ordnung in die Gruppe bringen. Haben alle Antworten Relevanz und sollen nicht verloren gehen, greift man auf die Visualisierung zurück. Die Teilnehmer bekommen den Eindruck, eingebunden und wichtig zu sein, wenn ihre Gedanken in Schriftform sichtbar werden. Nicht zuletzt geht Ihnen durch die Dokumentation nichts verloren, da Sie diese später mit dem Abschlussbericht einreichen können. Dies zeugt von Ihrer persönlichen Professionalität.

Unterschiedliche Arbeitsweisen zur Erarbeitung von Themen, dem Strukturieren und dem Maßnahmeplan

Abhängig von der Gruppenstruktur und der Mitarbeit innerhalb einer Gruppe bieten sich unterschiedliche Methoden an, ein Thema zu bearbeiten. Die Einzelarbeit gibt stillen Teilnehmern die Chance, sich Gedanken über das Arbeitsgebiet zu machen und die Gedanken in Worte zu fassen. Die soziale Interaktion gehen dabei verloren.

Gruppenarbeiten fördern die soziale Interaktion und Kommunikation unter den Teilnehmern. Mit den Antworten und Lösungsvorschlägen ist in der Regel die komplette, bearbeitende Gruppe konform. Viele Gedankengänge können auf einmal präsentiert werden.

Ergebnisse präsentieren

Bevor die Gruppen- oder Einzelarbeit startet, sollten Sie die Möglichkeit nutzen, Teilnehmer über die Arbeitsmaterialien und die Vorgehensweise bei der anschließenden Präsentation zu informieren. Präsentationen sollten einen Zeitraum von fünf Minuten nicht überschreiten. Diese Tatsache muss den Teilnehmern bewusst sein.

Falls eine Kartennutzung noch nicht eingeführt wurde, sollte das spätestens jetzt geschehen. Karten und ihre unterschiedlichen Aussageformen helfen dabei, die Zeiten einzuhalten, Wichtiges herauszufiltern, Übereinstimmungen zu finden und Diskussionen und Fragen während einer Präsentation zu vermeiden.
Teilnehmer sind stolz auf ihre Arbeit und identifizieren sich damit. Geben Sie ihnen durch Abdecken der Ergebnisse, die noch nicht gezeigt wurden, die Möglichkeit, ihre eigene Arbeit zu präsentieren.

Eine besondere Art der Präsentation ist die Vernissage. Die Pinnwände sind wie in einer Ausstellung für jeden Teilnehmer wahrnehmbar. Über die Verweildauer bei einzelnen Themengruppen entscheidet der Teilnehmer selber.

Geht es darum, einen Maßnahmeplan zu entwickeln, bieten sich Arbeitsgruppen besonders an. Jeder kann seine Meinung äußern und trägt dazu bei, dass die Maßnahmen und Ergebnisse in einem weiteren Schritt formuliert und visualisiert werden können. Das Interesse, eine Maßnahme umzusetzen, ist höher wenn man an der Planung dieser Maßnahme beteiligt war.

 

Andreas Straub

Andreas Straub

Andreas Straub, Jahrgang 73, ist seit 1999 als Trainer tätig. Zuerst bei Process One als Outdoor- und Teamtrainer, später als Verantwortlicher für die Bereiche Moderation und Konfliktmanagement für Neuland & Partner. Darüber hinaus war er mehrere Jahre als Dozent für den Studiengang Soziale Kompetenz und als Trainer für Management Circle und Euroforum tätig. Seit 2004 ist er Geschäftsführer von andyamo.

Der gelernte Werkzeugmacher und diplomierte Sozialpädagoge, der vor seiner Trainer- und Beratertätigkeit schon in vielen Branchen in unterschiedlichen Führungspositionen gearbeitet hat, bezeichnet sich als umtriebigen Querdenker. Motto: „Von einem Dummen kann man nichts lernen –aber von einem Faulen“. In seiner Freizeit verbringt er so viel Zeit wie möglich mit seinen drei Söhnen. Auf Best Practice Training schreibt er vor allem zu den Themen Präsentation & Rhetorik, Moderation sowie Dialektik & Argumentation.

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